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let it flow…

Voriges Wochenende hatte ich das große Glück, an einem außergewöhnlichen Fotografie-Workshop in Kirchentellinsfurt teilnehmen zu dürfen, für den ich mich schon länger interessierte, es bisher jedoch einfach nicht gewagt habe, mich zu bewerben: Way To Live Photography.
Wie der Name schon andeutet, geht es in diesem Workshop nicht einfach nur um die Fotografie an sich, schon gar nicht um Technik oder Bildbearbeitung, sondern vielmehr darum, wie die Fotografie gelebt werden kann, wie das eigene Leben die Fotografie berührt oder anders ausgedrückt, wie mein SEIN meine Art der Fotografie beeinflusst, ob und wie sich mein Wesen in meinen Bildern zeigt. In diesem sehr philosophischen Workshop spielen Kunst, Ästhetik, Authentizität, Kreativität, Emotionen, Gedanken, Werte, Sinn, Selbstbewusstsein, Träume, Wege, Ziele etc. eine essentielle Rolle – Danielas wunderschönes Atelier gibt dem Ganzen einen wirklich mehr als angemessenen Rahmen.

Meine Kamera hatte ich zwar in meiner Tasche, hätte sie aber nicht unbedingt gebraucht. Die spontan entstandenen Impressionen dienen mir als Erinnerung – ich wollte gerne die besondere Atmosphäre für mich (und natürlich auch für euch) festhalten. Anfangs ging ich davon aus, dass wir auch zusammen fotografieren würden, dass dies Teil des Workshops sei, weil ich es so von meiner Tochter Madeleine kannte, die Anfang des Jahres beim Testlauf dabei sein durfte – hier ihr Résumé). Anders als damals war das Fotografieren an unserem Workshop-Wochenende jedoch nicht eingeplant, denn Danielas & Elmars Idee ist lebendig, offen, darf sich von Mal zu Mal weiter entwickeln, verändern, bleibt im Fluss*…: Bewährtes bleibt, Unnötiges darf weichen, Neues ist willkommen. Mir fehlte das gemeinsame Fotografieren letztlich tatsächlich nicht, denn es hatte ganz einfach keinen Raum, hätte sich nicht harmonisch einfügen lassen und war ganz einfach auch überhaupt nicht nötig, bzw. hätte die an diesen beiden Tagen für mich viel wichtigeren Elemente, die ich nicht missen möchte, zwangsläufig gekürzt.

Getragen wurde der Workshop von Daniela Reske & Elmar Feuerbacher, zwei nicht nur sehr begabte, sondern dazu auch unsagbar herzliche, SINNreiche, humorvolle, inspirierende, besondere Menschen und Fotografen, die ich sehr bewundere (ihre Fotos übrigens ebenso!!!). Auch wenn Daniela & Elmar diesen von ihnen kreierten Workshop in ihrer eigenARTigen Weise leiten, leiten sie diesen zugleich auch wieder nicht (zumindest nicht so, wie man das üblicherweise von anderen Workshops her kennt), denn das Besondere an WTLP ist, dass niemand als Lehrmeister vor den anderen steht, es ist vielmehr ein sehr einfühlsames Andiehandnehmen, ein von großem Vertrauen und Sensibilität gezeichnetes Geben & Nehmen aller Anwesenden.

Das  Wundersame für mich war, dass alle (wir waren insgesamt ein Kreis von fünf Menschen) sehr schnell zueinander fanden. Ich brauchte nur wenige Augenblicke des Ankommens, um mich geborgen zu fühlen, konnte mich mit einer sonderbaren Leichtigkeit völlig unbeschwert öffnen, meine Gefühle und Gedanken ohne Scheu vor den anderen (und dadurch auch vor mir selbst) ausbreiten. Das empfinde ich als sehr ungewöhnlich und liegt ganz gewiss an Danielas und Elmars empathischer und sensibler Art – beide haben ein ungewöhnlich feines Händchen für Menschen. Ohne diese gegenseitige Vertrautheit wäre es kaum möglich, die Idee des Workshops in dieser von mir erlebten Form zu entzünden.

Ich glaube, nicht nur ich ging nach diesen zwei sehr reichhaltigen und auch langen Tagen voller Inspiration, erfüllt, motiviert, zufrieden und glücklich nach Hause. Jeder von uns drei Teilnehmern bekam gedanklich und zudem als visuelle Hilfestellung auch schriftlich auf einem großen Bogen Papier festgehalten individuelle Hausaufgaben, um seinem ganz persönlichen Weg zu folgen, den es zuvor für jeden von uns im Miteinander zu ergründen galt. Auch im Gepäck: Das liebevoll entworfene think-and-feel-Büchlein, das mich gewiss lange begleiten, Fragen aufwerfen und mich dabei unterstützten wird, diesen Fragen auf den Grund zu gehen und vielleicht Antworten zu finden, die allein für MICH richtig sind.

Die Fotografie war für mich immer mehr als stupides Ablichten eines Moments, niemals eine reine Dienstleistung. Ich fotografiere aus Leidenschaft, aus meinem Bauch heraus und in erster Linie für mich. Es macht mich glücklich, wenn ich es möglich machen kann, in Bildern auch das festzuhalten, was auf den ersten Blick nicht sichtbar ist – wie in der Musik die Pausen zwischen den Tönen, die man zwar nicht hört, für das Musikstück jedoch nicht weniger wichtig sind wie die Töne selbst. Das liegt mir vor allem dann sehr am Herzen, wenn ich Menschen vor meiner Kamera habe, ganz besonders Kinder. Letztlich soll sich auch mein eigenes Wesen in meinen Bildern widerspiegeln. Nach diesem Workshop ist mir nun bewusst(er), dass genau diese Aspekte (meine) Bilder ausmachen, dass es wichtig ist, dass diese vor allem MIR gefallen, meine Seele in sich tragen und dadurch einzigartig machen. Es war sehr berührend zu erfahren, wie meine mitgebrachten Bilder auf die anderen wirken. Zugleich war es spannend und unglaublich lehrreich, am zweiten Workshoptag die Bilder meiner Kollegen zu sehen, nachdem ich bereits einen ersten Eindruck ihrer Persönlichkeit hatte.

Eine sehr wertvolle Erkenntnis: In unseren Gesprächen konnte ich endlich in Worte fassen und für mich förmlich greifbar und sichtbar machen (auch anhand einer symbolischen Zeichnung, die unten zu sehen ist), was ich schon länger mit mir herumtrage, was mich im Stillen oft belastet. Es hat u.a. mit meiner bisherigen Art und Weise der Neugeborenen-Fotografie zu tun (aber längst nicht nur damit). Mir wurde bewusst, wie wichtig es ist, dass ich meine eigenen Emotionen und Werte als Mensch und vor allem als Mutter achte und in meiner Arbeit berücksichtige, mir selbst dabei treu bleibe, auch wenn andere Fotografen (an denen ich mich anfangs in gewisser Weise orientierte, die mich inspirierten) oder Kunden anders denken und fühlen. Ich kann und muss nicht alle Wünsche erfüllen. Es ist wichtig, auf das eigenes Herz zu hören und Gewohntes oder Unliebsames so zu ändern, dass ICH zufrieden bin. Ich sehe vieles klarer, lernte mich ein Stückweit selbst besser kennen, fühlte mich unsagbar verstanden im gegenseitigen Austausch mit GleichgeSINNten, was mich sicher nachhaltig ermutigen und stärken wird. Es wird sich also wohl in nächster Zeit manches verändern….. Irgendwann wird es dazu natürlich auch den ein oder anderen Blogbeitrag geben.

Für mich fühlt es sich so an, als hätte jemand eine Klangschale angeschlagen – sie tönt sanft, die Schwingungen nehmen mich mit…. Ich weiß, dass dieser Ton noch sehr lange nachschwingen wird, nicht nur Stunden, Tage, Wochen. Er wird mich lange begleiten.

*Let it flow… pflegt Elmar immer wieder zu sagen und ich weiß jetzt auch ganz genau, was er damit meint. Es fühlt sich gut an.

Von Herzen lieben Dank an Daniela & Elmar für diese wundersame Reise! Herzlichen Dank auch an Frank und Andreas, die mich nicht nur im wörtlichen Sinn in ihre Mitte nahmen – Danke an euch vier für eure ehrliche, herzliche und einfühlsame Art! Schön, dass wir fünf zueinander fanden!!!

Michèle ♥

Impressionen – mit hoffentlich reichlich Pausen zwischen den Tönen:

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P.S. da wir momentan (noch bis 11. September) die Sommerferien und somit das Lotterleben genießen, sind wir nicht immer zu Hause. Ich bitte deshalb um Geduld, falls jemand auf eine Emailantwort von mir wartet, lieben Dank ♥