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still geboren

PARA SIEMPRE EN NUESTROS CORAZONES

…für immer in unseren Herzen ♥

Seit ich als Sternenkindfotografin bei DSK (www.dein-Sternenkind.eu) gelistet bin, begleite ich Sternenkind-Eltern in ganz unterschiedlicher und individueller Weise. U.a. versuche ich auf Wunsch bereits vorhandene (ältere) Sternenkinder-Bilder sehr achtsam zu retuschieren, um diese für die Familie etwas zarter, stiller, ansehlicher zu machen. Einem Elternpaar konnte ich glücklicherweise Mut machen, ihnen mit Tipps zur Seite stehen, selbst Bilder ihres still geborenen Kindes zu machen, weil das ihr ganz inniger Wunsch war. Und immer wieder nähe ich auch einfach ein Stückchen „Geborgenheit„…

Anfang diesen Jahres durfte ich selbst das erste Mal diese sehr besonderen Erinnerungen für eine junge Familie festhalten. Ich schreibe ganz bewusst „durfte„. Für mich haben diese kostbaren und bewegenden Momente nämlich einen unbeschreiblichen Wert, sie bereichern meine Gedanken- & Gefühlswelt, mein Leben, mein SEIN.
Auch wenn ich mich schon seit Jahren mit diesem Thema beschäftige und selbst Sternenkindmama bin, so kann man sich seinen ersten Einsatz als Sternenkindfotograf nicht wirklich vorstellen, eigene Reaktionen und Gefühle niemals gänzlich erahnen, auch wenn man meint, sich selbst eigentlich gut zu kennen.

An diesem für mich unvergesslichen Regentag Anfang März 2016 fuhr ich bewusst nicht mit dem Auto, sondern mit der Bahn nach Stuttgart, ich wollte Hand & Herz auf dem Weg zu meinem ersten Sternenkindeinsatz frei haben. Ich konnte nicht erahnen, was mich genau erwarten würde (das wird sicher auch so bleiben – es wird immer wieder auf`s Neue anders, eigen sein). Ich stellte mir natürlich allerhand vor, malte mir innerlich Bilder aus, wie es denn sein könnte, wie ich mich wohl fühlen würde. Ein bisschen etwas vom kleinen Sternenkind wusste ich von seiner Mama, wir hatten zum Glück zuvor Zeit und Gelegenheit, uns zu schreiben. Sie erzählte mir, dass noch an diesem Tag ihr kleines Mädchen, dessen Herzchen leider schon in ihrem Bauch aufhörte zu pochen, geboren werden würde. Alles andere stand im wahrsten Sinne des Wortes für mich in den Sternen.

Um nach der Bahnfahrt und einem anschließenden kleinen Fußweg in die kleine Stuttgarter Klinik zu gelangen, musste ich erst einmal etliche Stufen zu dem alten Gebäude nach oben steigen, aufgeregt und eilig nahm ich immer zwei zugleich – ich wollte so zeitig wie nur möglich da sein. Wann pochte mein Herz wohl zuletzt so sehr gegen meine Brust? Anfangs redete ich mir ein, die vielen Treppenstufen seien der Grund dafür…
Im Wartebereich vor dem Kreissaal bekam ich zum Glück noch ein kleines Verschnaufspäuschen. Nur mein Herz wollte sich kein bisschen beruhigen.
Nach einer guten halben Stunde war es dann soweit – der Sternenkindpapa öffnete mir die Türe und begleitete mich zu seiner Frau.

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt

Das Zimmer, in das ich geführt wurde, war klein und nur sachte beleuchtet, draußen dunkelte es längst. Still war es um mich herum und merkwürdigerweise urplötzlich auch in mir drinnen.
Mich erwartete etwas unsagbar Wunderbares, das ich mir so niemals vorgestellt hätte: Eine junge Mama mit einem unbeschreiblich berührenden, liebevollen Lächeln im Gesicht, zärtlich hielt sie ein kleines, in weiche Tücher gewickeltes, stilles Bündelchen in ihren schützenden Armen – Mariana. Ein unvergesslicher Anblick voller Liebe & Geborgenheit. Diese sehr spezielle und wirklich unbeschreibliche Stimmung hat mich samt meinem pochenden Herzen augenblicklich beruhigt und besänftigt. Seltsam und wunderlich war das alles für mich. Ich wage es kaum zu schreiben, aber es war in eigenartiger, besonderer Weise sogar schön, ein Hauch von Glück lag in der Luft, der Raum erfüllt von inniger, purer Liebe. Natürlich spürte ich auch die große Trauer der Eltern, aber diese sehr besondere Liebe war weitaus intensiver spürbar und machte es mir möglich, ohne auch nur zu zögern, ganz selbstverständlich und ruhig nah an Marianas Mama zu treten, um ihr zartes, kleines Mädchen zu bewundern. Ich hatte überhaupt keine Scheu, die winzige Hand zu streicheln – ganz im Gegenteil, es war mir ein inniges Bedürfnis, Mariana zu berühren.

Bevor ich Bilder der kleinen Mariana machte, nahm ich mir ganz in Ruhe Zeit, um mit ihren Eltern zu sprechen – seltsamerweise war von Anfang an Nähe da.
Leider konnte mir der Arzt wegen anstehender Untersuchungen nicht sehr viel Zeit überlassen, um Bilder zu machen. Liebend gerne hätte hunderte gemacht.
Dankbar und friedvoll verabschiedete ich mich einige Zeit später von der kleinen Familie und bedankte mich vor dem Gehen noch bei der Hebamme dafür, dass ich kommen durfte. Ich weiß, dass das leider noch immer nicht überall selbstverständlich ist. Es gibt in meiner Umgebung etliche Kliniken mit Entbindungsabteilungen,  nach wie vor wird betroffenen Eltern aber offensichtlich leider viel zu selten vom Ehrenamt der Sternenkindfotografen erzählt. Das war in dieser kleinen Stuttgarter Klinik zum Glück anders. Dort wird Sternenkindereltern eine Info-Mappe ausgehändigt, der u.a. auch ein Flyer unserer Initiative beiliegt.

 Auf der Fahrt nach Hause liefen mir dann doch noch einige Tränchen über die Wangen – nicht nur, weil es natürlich sehr traurig und unfassbar ist mitzuerleben, dass ein kleines Menschenkind so früh seine Flügelchen aufspannen musste. Manchmal weint man auch aus Erleichterung, bzw. weil einem bewusst wird, dass man etwas wirklich Wichtiges und sehr Wertvolles geschafft hat. In solchen Augenblicken vermischen sich sämtliche Gefühle tief im Herzen, und wenn es dort gar zu viele werden, muss man wohl einfach auch ein bisschen etwas davon loslassen.

Ich machte mir nun wochenlang Gedanken dazu, ob ich hier wohl von diesem besonderen Erlebnis erzählen sollte. Ich denke inzwischen aber, dass es richtig und wichtig ist, genau dies zu tun, damit sich in meiner Umgebung und anderswo diesbezüglich etwas ändert und mehr Eltern die Möglichkeit bekommen, liebevolle Erinnerungsbilder ihres Sternenkindes zu bekommen, wenn sie dies wünschen. Zuerst einmal müssen sie aber von diesem (kostenlosen) Angebot, bzw. der Initiative Dein-Sternenkind erfahren.
Ich fände es schön, wenn mein Bericht einen Beitrag dazu leisten könnte und dieses Tabu wieder ein Stückchen mehr gebrochen wird.
Ich weiß, wie wichtig diese Bilder für betroffene Eltern und Familien sind.
Vielleicht kann ich dem ein oder anderen Fotografenkollegen mit meinem kleinen Bericht auch Ängste nehmen und Mut machen, sich unserer Initiative anzuschließen. Nach wie vor gibt es Regionen, in denen noch dringend Sternenkindfotografen gesucht werden (in Berlin z.B.)

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(lieben Dank an die Eltern, dass ich dieses Bild hier zeigen darf)

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(weitere Infos zur Sternenkinderfotografie)

P.S. ich hoffe, die Bücherbestellungen sind inzwischen alle angekommen.
Die angekündigten Bücher für Gartenliebhaber (ebenso zugunsten der DKMS) stelle ich so bald wie möglich vor – ich bin leider noch immer, bzw. schon wieder krank.

Herzensgrüße,
Michèle ♥

(Die Kommentarfunktion musste ich vor einiger Zeit leider deaktivieren, weil ich unheimlich viel Spam bekommen habe. Ich freue mich aber sehr über Eure Meinungen, Anregungen usw. per Email!)