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Rosiges im Marmeladenglas

Wenigstens ein mal in jedem Sommer zieht allerfeinster Rosenduft durch unser Haus – seit vielen Jahren gehört die sommerliche Tradition zu uns, aus den englischen Duftrosen aus unserem  Garten Rosengelee zu kochen. Es ist eine unsagbar feine Kostbarkeit, auf die ich mich immer wieder furchtbar sehr freue, auch wenn uns selbst kaum mehr als ein oder zwei Gläschen dieser Gaumenfreude bleiben…Den größten Teil des kleinen Vorrats stelle ich nämlich  beiseite, damit ich für besonders liebenswerte Menschen ein rosiges Geschenk parat habe.
Es ist leider so, dass man für ein paar wenige Gläschen Rosengelee verhältnismäßig viele Rosenblüten braucht. Mir tut es immer etwas im Herzen weh, wenn ich die schönen Blüten einsammle. Ich liebäugle sie doch so gerne im Garten oder in einer Vase auf dem Tisch. Ein bisschen muss ich mich also jedes mal überwinden, wenn ich mit der Schere in der Hand und dem Weidenkorb in der Armbeuge vor meinen Rosenbüschen stehe…

Na, soll ich euch heute mal mein lilleresliches Rosenblütengelee-Rezept verraten, hm?  Vielleicht habt ihr auch Duftrosen im Garten oder bekommt welche von Freunden oder aus dem Nachbarsgarten.
Ich zaubere meist im Monat Juni Rosengelee, denn dann hat die Rosenblüte ihren Höhepunkt – man hat ihn früher deshalb auch „Rosenmond“ genannt. Aber auch im Juli und August hat man meist Glück, noch ein Körbchen Rosenblüten sammeln zu können

Zutaten:

– ein Körbchen voll (ungespritzte!!!) Duftrosenblüten – nach Möglichkeit mindestens 8, besser ca. 10-12 Blütenköpfe (rosa und/oder rote Rosenblüten ergeben die schönste Rosengelee-Farbe). Die Blüten sollten in der Mittagszeit bei Sonnenschein gesammelt (dann verströmen sie ihren feinsten Duft) und möglichst gleich verarbeitet werden. Ich achte auch immer darauf, dass ich solche Rosen pflücke, die ihre Blütenblätter schon etwas lockern
– 1 Packung (500 g) Gelierzucker 3:1
– 750 ml Wasser + 500 ml milder Birnensaft oder 1250 ml Wasser

Zubereitung:

Schneide den unteren weißen Teil der Rosenblüten bitte ab. Das ist direkt beim Sammeln am einfachsten, solange die Blütenblätter noch beisammen sind. Der weiße Teil der Blütenblätter ist nämlich meist etwas bitter, das würde der Gaumenfreude schaden.
Ich sammle die Rosenblüten immer in einem Weidenkorb, schüttle diesen beim Sammeln immer wieder sachte hin und her, damit kleine Pflanzenteile (Staubgefäße usw.) oder Tierchen herausgesiebt werden. Ohrenzwicker scheinen genauso sehr in Rosenduft verliebt zu sein wie ich, ich finde fast immer eine kleine Schar in meinem Sammelkörbchen. Wenn man den Krabbeltierchen etwas Zeit lässt, spazieren sie ganz von alleine davon (Körbchen öfters schütteln und eine kleine Weile draußen stehen lassen).
Nun wird ein großer/weiter Topf mit der Flüssigkeit gefüllt, die gut gesiebten Rosenblüten zugegeben und sachte umgerührt, bevor der Topf mit seinem Deckel verschlossen wird. Die Flüssigkeit mit den Rosenblüten sollte jetzt zügig erhitzt werden. Sobald es kocht, den Herd ausschalten – den Deckel unbedingt auf dem Topf belassen (sonst verfliegt der leichtflüchtige Rosenduft in Windeseile), von der Kochstelle nehmen und das Ganze ca. 20-30 Minuten ziehen und etwas abkühlen lassen.
Die Rosenblüten abseihen (im Sieb etwas ausdrücken), Flüssigkeit auffangen und in einen sauberen Topf gießen. Es werden insgesamt 1250 ml benötigt (siehe Beschreibung auf der Gelierzucker-Packung) – da durch das Abseihen etwas Flüssigkeit fehlen wird, einfach mit etwas frischem Wasser auffüllen.
Gelierzucker zur abgekühlten Flüssigkeit geben, mit einem Schneebesen verrühren und erneut unter ständigem Rühren aufkochen lassen – ca. 2-3 Minuten köcheln lassen, Rosengelee sofort in sauber ausgespülte Gläser füllen.

Schon während der Zubereitung darf man es keinesfalls versäumen, sich dem sinnlichen Rosenduft hinzugeben- für mich einer der schönsten Düfte. Jeder Atemzug sollte bedingungslos genossen werden – es ist wirklich eine Wonne von rosigen Duftwolken umgeben in der Küche zu stehen und ich bin mir sicher, meine Kinder werden sich später immer an diese Tage erinnern, sobald ihnen Rosenduft um die Nase weht. Gerüche sind imstande, ein Leben lang Erinnerungen wachzurufen… ♥

Du rote Rose, wie lieb’ ich dich!
Nicht bloß ob deiner Schönheit Prangen,
Auch deines Duftes freu’ ich mich;
Und küss’ ich dich, so denke ich
An meiner Kinder rote Wangen.

(Johann Meyer)

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  • Irina9. Juli 2015 - 09:20

    Liebes Rosenresli,

    ich muss es einfach loswerden, ich habe Dich und Deinen Blog schon direkt ins Herz geschlossen. Du bringst meine feine Kleinmädchenseite wieder zum Schwingen und das macht mich glücklich. Deine Facebookseite verfolge ich ja schon länger, aber hier ist es noch vielmalst schöner.
    Vielen Dank für dieses köstliche Geleerezept, das nun gleich in meine Sammlung für den nächsten Juni wandert, denn meine Rosen sind leider diesmal schon durch. Dafür beduftet frisches Potpourri nun unser Haus.
    Ich wünsche eine zauberhafte Restwocheund grüße ganz fein.
    Irina>> ANTWORTENABBRECHEN

    • Michèle9. Juli 2015 - 11:53

      schön, dass du da bist, liebe Irina!!! Ich freue mich auch, dass ich nun wieder ein „richtiges (digitales) Zuhause“ habe – facebook war eine praktische Notlösung, um nicht alles einschlafen zu lassen. Hier ist es eben doch etwas ganz anderes und sehr viel heimleliger>> ANTWORTENABBRECHEN

  • Evelyn9. Juli 2015 - 13:53

    Wundervoll, ich hab’s echt vermisst.
    Endlich gibt es wieder ein Rosenresli, mit festem Wohnsitz!!

    Jetzt kann ich wieder durch deine Türchen gucken. Danke :0)
    Du hast sooooo zauberhafte Ideen.
    Liebe Grüße, Evelyn>> ANTWORTENABBRECHEN

    • Michèle10. Juli 2015 - 09:14

      hihi, „mit festem Wohnsitz“ – famose Beschreibung. Ich musste gerade echt lachen, danke dafür>> ANTWORTENABBRECHEN

  • ulrike9. Juli 2015 - 23:44

    Ich freue mich auch das du in dieser Form wieder da bist, Rezepte zum Verlieben teilst und uns an deiner LebenArbeitLiebeFamilieWaldorfWelt ein Stück liebevoll teilnehmen lässt. Gibt es noch das Rezept des köstlichen Dinkelschokoladen – Geburtstagskuchens? ich würde mich sehr sehr freuen dieses leckere Rezept noch mal von Dir zu bekommen. Herzliche Sommergrüße von Ulrike>> ANTWORTENABBRECHEN

    • Michèle10. Juli 2015 - 09:15

      liebe Ulrike, du meinst unseren Geburtstagsklassiker, Dinkelkuchen mit Kirschen und Schokoladenguss?>> ANTWORTENABBRECHEN

      • Ulrike11. Juli 2015 - 13:54

        Ja, genau den mit dem frisch gemahlenem Dinkelmehl und der guten Schokolade. Ich würde mich sehr, sehr, sehr freuen über dieses Rezept das ich bereits vor ein paar Jahren“nach“ gebacken habe und das Rezept ist leider nicht mehr zu finden. Herzlichst Ulrike>> ANTWORTENABBRECHEN

        • Michèle13. Juli 2015 - 10:31

          ich versuche dran zu denken, beim nächsten mal mitzuschreiben – ich backe nämlich immer einfach so, ohne festes Rezept>> ANTWORTENABBRECHEN

  • Birgit10. Juli 2015 - 15:27

    Liebe Michèle,

    endlich sind deine wundervollen Türchen wieder
    geöffnet. Zwar anders , aber wieder wunderschön
    und mit herzergreifenden Bildern.
    Ich freue mich auf eine neue Zeit mit dir!

    (auch wenn ich deine alte Page unglaublich vermisse)…

    Liebste Grüße
    Birgit>> ANTWORTENABBRECHEN

    • Michèle11. Juli 2015 - 08:08

      liebe Birgit, ja, nun ist alles anders, auch wenn das ein oder andere hier vielleicht wieder seinen Platz findet. Aber so ganz an das Alte anschließen – das geht nicht mehr. Es liegen so viele Jahre dazwischen, ich hoffe, es wird trotzdem schön, liebe Grüße, Michèle>> ANTWORTENABBRECHEN

  • Ulrike Hochheim16. November 2015 - 21:40

    Hallo Michele,ich wollte noch mal nach dem Geburtstagskuchen Rezept fragen – Dinkelmehl frisch gemahlen und gute Schokolade sind mir in Erinnerung….))) könntest du es mir aufschreiben?
    Ich suche noch nach Christbaumschmuck Ideen – wie machst du zu Hause deinen Baum? Auf dem diesejährigen Martins Basar in unserer Waldorfschule in Aachen habe ich gemerkt wie bescheiden meine Auswahl an gefilzten Kostbarkeiten ist; und das klassische gefällt mir in diesem Jahr nicht; genauso wenig wie Lebkuchen,Apfel und co.
    Ich suche einfach schöne Ideen. Klar ist nur, Bienewachskerzen müssen drauf. Vielleicht magst du was dazu schreiben. LG ulrike>> ANTWORTENABBRECHEN

    • Michèle17. November 2015 - 09:09

      liebe Ulrike, das mit dem Geburtstagskuchen habe ich mir schon hinter die Ohren geschrieben – es haben nun schon einige nach dem Rezept gefragt und ich werde wohl dazu mal einen kleinen Blogbeitrag schreiben. Zum Christbaumschmuck – da bin ich gerade auch dran – ich bereite etwas für das kommende Jahr vor. Ich bin nicht der üppigste Tannenbaumschmücker, mag es eher schlicht und natürlich. Bienenwachskerzen auf schönen Halterungen und relativ wenig Anhängselchen (Kugeln haben wir nur wenige und werden in diesem Jahr wegen Alva wohl sowieso nicht aufgehängt). Ich mag dieses Jahr neuen Tannenbaumschmuck machen, teilweise mit den Kindern – aber eben nicht zu viel. Das Ergebnis zeige ich auf jeden Fall, vielleicht aber noch nicht in diesem Jahr, weil dahinter auch ein anderes Projekt steckt (bald mehr dazu). Auf den Waldorfbazaren finden sich aber meist auch sehr schöne Kleinigkeiten, die man ins Bäumchen hängen kann. Über die Jahre Gesammeltes finde ich auch schön oder Zapfen an rot-weiß karierten Bändern aufgehängt, goldene Nüsschen, Federengelchen/Wollengelchen, Strohsternchen, liebe Grüße, Michèle>> ANTWORTENABBRECHEN

      • Ulrike17. November 2015 - 12:17

        Vielen herzlichen Dank für deine schnelle Antwort; ich war eben in den gängigen Läden die Chrsitbaumschmuck anbieten und bin lustlos wieder hinaus…der Konsum der dahinter steckt blockiert mich und nimmt mir meine Freude am Tun…so habe ich mich entschlossen außer der geliebten Bienewachskerzen nichts zu kaufen sondern zu sehen was ich noch habe. Das Kuchenrezept wäre super; freut mich das du es nicht vergessen hast. Herzlichen Gruß Ulrike>> ANTWORTENABBRECHEN

        • Michèle17. November 2015 - 13:16

          mir gefallen die Sachen auch selten, die man so kaufen kann. Ab und zu gibt es schöne Kleinigkeiten. Bienenwachskerzen werde ich wieder beim Imker im Ort kaufen, der sie selbst von Hand zieht. Ihc mag dieses Jahr auch nur ein sehr kleines Bäumchen haben (falls ich meinen Mann überreden kann) – darauf hat neben den Kerzen ohnehin nicht viel Deko Platz>> ANTWORTENABBRECHEN